Warum du dich als Mama nicht um die Kritik von anderen kümmern solltest und wie dir das gelingt

Kritik trifft oft mitten ins Herz!

Vor allem, wenn wir als Mama kritisiert werden.

Bekommt man doch ganz automatisch bei der Geburt einen ganz persönlichen inneren Kritiker mitgeliefert, der einem dauernd ins Ohr flüstert, was man denn eigentlich noch viel besser machen könnte. (Falls du keinen solchen inneren Kritiker hast, dann beneide ich dich ganz herzlich!)

Wenn dann auch noch von außen Kritik daherkommt, tut das weh!

Egal, ob die Schwiegermutter kritisiert oder eine fremde Mama am Spielplatz …

Wie du dich vor solchen Angriffen schützen kannst, will ich heute hier zum Thema machen.

Als Mama besser mit Kritik umgehen

Vorweg: die anderen können wir nicht ändern!

Aber wir können ändern, wie wir damit umgehen.

Stell dir vor, dass du jederzeit durch vier Schichten umgeben bist, die da wären:

  1. Verhalten
  2. Situation
  3. Rolle
  4. Werte

Wie du als Mama besser mit Kritik umgehst

Was heißt das jetzt in Sachen Mama-Kritik?

„Du gibst deinem Kind Hirsebällchen? Du weißt aber schon, dass das völlig leere Kalorien sind!“

„Was – du lässt dein Kind tatsächlich mal ohne Zähne putzen ins Bett gehen? Das mach ich nie!“

„Also, wenn du dein Kind so anschreist, ist es ja kein Wunder, wenn es einen psychischen Schaden kriegt!“

Dein Gegenüber sieht jetzt gerade nur dein Verhalten in dieser einen bestimmten Situation, in der du dich gerade in deiner Rolle als Mama befindest. Dadurch kann er vielleicht auf deine Werte schließen, aber auch gar keinen Fall auf dich als Person. Dadurch kann er auch maximal dieses Verhalten in dieser Situation in dieser Rolle bewerten, aber dich nie als ganzen Menschen kritisieren – dich also nicht bis ins Herz treffen!

Die Kritik kommt daher wie ein Kommunikationspfeil, aber du entscheidest, in welcher deiner „Schutzschichten“ er steckenbleibt.

Tatsächlich mag unser Verhalten in dieser Situation verbesserungswürdig gewesen sein – wir tun ja alle immer gerade das Beste, das uns zur Verfügung steht. Und manchmal sind wir eben nicht im Vollbesitz all unserer Ressourcen.

Dann kannst du diese Kritik als konstruktiv aufnehmen und dir überlegen, wenn du das nächste Mal in eine solche Situation kommst, was du dann anders machen könntest.

Aber diese Äußerung deines Gegenübers heißt eben nicht, das du als Mensch schlecht bist und deshalb tagelang an dieser Kritik kiefeln (= knabbern für meine deutschen Leserinnen!) musst?

Und – um beim Beispiel des Kommunikationspfeils zu bleiben: manchmal hilft auch ganz einfach ein Schritt zur Seite, um dem Pfeil zu entgehen!

Gelassen bleiben – beim einen Ohr rein, beim anderen raus – lass solche Aussagen schlicht und ergreifend ins Leere laufen.

Zugegeben, das braucht wahrscheinlich ein wenig Übung und ist nicht so leicht wie es klingt. Ganz viele Mamas, die ich kenne, neigen sogar eher zum Gegenteil: wenn so ein Kommunikationspfeil mal am Boden gelandet ist, wird er noch aufgenommen und sich selbst direkt ins Herz gerammt …

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Wenn du andere kritisierst

Natürlich können wir das Ganze auch umdrehen – zum Wohle unserer Mitmenschen 😉

Ist ja keiner von uns davor gefeit, mal jemand anderen zu kritisieren, oder?

Mithilfe dieses Modells kannst, wenn es notwendig ist, Kritik üben, die konstruktiv(er) ankommt als „Das ist ja kompletter Blödsinn!“.

Indem du genau das Verhalten in dieser einzigartigen Situation ansprichst, das dich stört und genau an den Tatsachen bleibst. Vorsicht auf deine nonverbalen Signale – Kritik lässt sich auch gut in Stimme und Mimik ausdrücken!

Beispiel:
„Heute früh hast du gesagt, dass du den Müll rausbringst. Jetzt ist es 16 Uhr und er steht noch immer da.“ 
versus
„Nie kümmerst du dich um den Müll, du nimmst überhaupt keine Rücksicht auf mich!“

Dieses Modell kann uns natürlich auch viel nachsichtiger machen, gerade gegenüber anderen Mamas.

Vielleicht beobachtest du ja auch manchmal Dinge an anderen, bei denen ein „das ist ja völlig unmöglich, was die da gerade macht!“ in deinem Hirn aufpoppt.

Dann mach dir klar, dass du hier nur einen winzigen Ausschnitt aus dem Leben einer anderen Mama siehst. Möglicherweise ist sie sonst die Ruhe in Person, nur gerade heute hat sie eine schlimme Nacht hinter sich, Mega-Kopfweh und auch noch Stress mit dem Partner gehabt und du beobachtest sie in einem Moment, wo sie gerade ihr Kind anherrscht. (wer noch nie gegenüber seinem Kind ungeduldiger und lauter geworden ist, als sie eigentlich jemals wollte, werfe den ersten Stein!)

Das ist dann auch gleich mein heuriger Weihnachtswunsch ans Christkind – legen wir doch alle ein bissel mehr Nachsicht, Rücksicht und Verständnis für unsere Mitmenschen an den Tag, dann wird die Welt gleich ein Stück besser!

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